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Abgabe einer Einkommensteuererklärung

Die Abgabe der Einkommensteuererklärung ist für viele Arbeitnehmer eine lästige Pflicht. Doch die meisten müssen es tun – für andere kann sich eine freiwillige Veranlagung lohnen. Das Einkommensteuergesetz unterscheidet zwischen
  • der Pflichtveranlagung, bei der Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung gesetzlich verpflichtet sind, und
  • der Antragsveranlagung, bei der Sie freiwillig eine Steuererklärung abgeben und damit zugleich einen Antrag auf die Einkommensteuerveranlagung stellen.
Abgabepflicht für Arbeitnehmer
Die Abgabepflicht für Arbeitnehmer ist in § 46 EStG geregelt. Demnach müssen sie dem Finanzamt eine Einkommensteuererklärung vorlegen, wenn
  • monatliche Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug von mehr als 410 Euro vorliegen (auch Arbeitslosen-, Kurzarbeiter- oder Elterngeld)
  • mehrere Arbeitslöhne nebeneinander bestehen, wenn also nach Lohnsteuerklasse VI abgerechnet wurde
  • die bei der Lohnsteuerberechnung berücksichtigte Vorsorgepauschale höher ist als der tatsächlich mögliche Abzug für Vorsorgeaufwendungen
  • beide Ehegatten Arbeitslohn bezogen haben und die Steuerklassenkombination III/V oder IV mit einem eingetragenen Faktor hatten
  • Freibeträge in Anspruch genommen werden
  • Ehegatten nicht die Zusammenveranlagung wählen und nicht die standardmäßige hälftige Aufteilung für den Ausbildungsfreibetrag oder den Behindertenpauschbetrag wollen; in diesem Fall müssen beide Ehepartner eine Steuererklärung abgeben
  • spezielle Fälle von Sonderzahlungen vorliegen; in diesem Fall ist die Lohnsteuerbescheinigung mit einem Kennbuchstaben markiert
  • Sonderzahlungen vorliegen, im selben Jahr der Arbeitgeber gewechselt wird und der neue Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung die Werte der vorherigen Arbeitgeber nicht berücksichtigt hat
  • die Ehe geschieden wird oder ein Partner verstirbt und einer der Ehegatten im selben Jahr wieder heiratet
  • auf der Lohnsteuerkarte ein Ehegatte berücksichtigt wurde, der im EU-Ausland lebt
  • der Wohnsitz im Ausland ist und unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland beantragt wurde
Abgabepflichtig sind Sie auch, auch wenn Sie selbst kein Arbeitsentgelt beziehen, aber
  • Ihre Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegen. Er beträgt für 2014 8.354 Euro im Jahr. Selbstständige, deren Einkünfte darüber liegen, müssen also eine Einkommensteuererklärung abgeben.
  • Ihr Ehe- oder Lebenspartner Arbeitnehmer ist und eine der oben genannten Voraussetzungen erfüllt oder
  • ein Verlustvortrag vorhanden ist.
Außerdem müssen Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn das Finanzamt Sie dazu auffordert – selbst wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
Dann lohnt sich die freiwillige Veranlagung
Wenn Sie nicht verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, kann es für Sie trotzdem sinnvoll sein, sie freiwillig abzugeben und damit die Veranlagung zur Einkommensteuer zu beantragen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie auf Grund besonderer Umstände mit einer Einkommensteuererstattung rechnen können, zum Beispiel bei
  • Werbungskosten, die über den Werbungskostenpauschbetrag hinausgehen,
  • außergewöhnlichen Belastungen,
  • Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Aufwendungen für Handwerkerleistungen
  • Aufwendungen für Haushaltshilfen.